Ossis stehen im Ruf, ganz besonders gerissen zu sein. Wie sonst sollen sie vierzig Jahre ohne Warenfetischismus, Pornohefte und Softdrinks überlebt haben? Kraftklub, bekanntermaßen die schönsten Söhne Karl-Marx-Stadts machen diesem Ruf alle Ehre. Innerhalb des letzten Jahres spielten sie im Vorprogramm von Casper, Fettes Brot und den Beatsteaks und absolvierten ein stolze 32 Daten umfassendes Festivalprogramm. Sprich: sie haben die eigene Bühnenshow zu bestechender Perfektion reifen und dieganze Verantwortung einfach den Headliner tragen lassen. Doch die Zeiten sind jetzt vorbei. Kraftklub treten im Herbst aus dem Support-Schatten heraus. Bis in die Haarspitzen motiviert, fit wie Germina-Turnschuhe und mit ihrem ersten, alles bisher da Gewesenes übertrumpfenden Debütalbum im Kassettendeck. Kraftklub machen jetzt auf Headliner. Auf einer Tour, die so viele Daten umfasst, dass wir selber aufgehört haben, nachzuzählen. Autobahn zur Hölle - Kraftklub zum Teufel!